Störungen der Spermienreifung
Die häufigste Störung der männlichen Fruchtbarkeit ist die unzureichende Produktion normaler, gut beweglicher Spermien in den Hodenkanälen. Von normaler Qualität männlichen Samens spricht man, wenn die Zahl der Spermien über 20 Millionen pro Milliliter Sperma liegt. Davon sollten mindestens 15 Prozent normal geformt und 25 Prozent gut beweglich sein. Werden diese Werte nicht erreicht, ist die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt. Allerdings kann auch bei normalem Spermienbefund eine funktionelle Störung das Eindringen des Spermiums in die Eizelle verhindern.
Die Störung der Spermienreifung kann Folge einer
Mumps-Infektion im Kindesalter sein. Auch Krampfadern am Hoden (Varikozele)
können zu einer schlechten Spermienqualität
führen. Weitere Ursachen sind Hormonstörungen, Stress,
Umweltbelastungen, ein Hodenhochstand, operierte Tumore oder angeborene
Ursachen, wie z.B. eine Schädigung der Erbanlagen (Chromosomenanomalie).
Auch akute Infektionen können die Qualität des Spermas vorübergehend
einschränken.
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Normales Spermiogramm
Störungen des Spermientransports
In vier Prozent der Fälle werden zwar ausreichend
Samen gebildet, sie können aber, weil die Samenleiter blockiert
sind, bei dem Samenerguß nicht in den Körper der Frau
gelangen. Diese Situation ist in etwa mit dem Eileiterverschluß
bei der Frau vergleichbar. Ursachen können eine vorausgegangene
Sterilisation oder unterentwickelte oder verklebte Nebenhodengänge
sein. Zu verklebten Nebenhodengängen kommt es z. B. in der Folge
von Entzündungen.
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Störung des Spermientransports
