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Blastozystenkultur
Nach IVF/ICSI wird der Embryotransfer üblicherweise am Tag 3 nach Befruchtung durchgeführt. Mit Hilfe angepasster Zellkulturmedien kann eine Weiterkultivierung dieser Embryonen zu einem späteren Stadium, dem Blastozystenstadium, erfolgen.
Die befruchtete Eizelle erreicht nach dem Zwei- bis Achtzell- und dem Morula- Stadium das Stadium der Blastozyste. Zu diesem Zeitpunkt ist die Eizelle fünf bis sechs Tage alt. Man spricht nun von einer Blastozystenkultur. Das Erreichen des Blastozystenstadiums ist Vorraussetzung für die Entstehung einer Schwangerschaft. Bei einer natürlichen Schwangerschaft gelangt zu diesem Zeitpunkt der Embryo in die Gebärmutterhöhle Inzwischen ist es auch möglich, bei einer künstlichen Befruchtung die Blastozystenkultur zu erreichen und somit den idealen Zeitpunkt für den Transfer in die Gebärmutter, welche nun am aufnahmefähigsten ist. Mit Hilfe des PN- Scoring kann ermittelt werden, welche Embryonen die besten Chancen haben, sich zu Blastozysten zu entwickeln.
Es ist bekannt, dass bis zu 50% der frühen Embryonen das Blastozystenstadium nicht erreichen. Setzt man eine Blastozystenkultur ein, wird deshalb eine höhere Einnistungsrate erwartet. Die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen sich.
